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Vom Diener bis zum Ritterkreuzträger, vom Fahrer bis zum Oberbefehlshaber. Wer waren die Menschen, die die letzten Tage mit Hiter im "Führerbunker" verbachten. Und was ist aus ihnen geworden? Einige Kurz-Biographien:
A
Axmann, Artur, geb. am 18.02.1913 in Hagen, gest. am 24.10.1996 in Berlin, ab 1940 "Reichsjugendführer", zugegen bei der Verbrennung von Hitlers Leiche, bis 1949 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft
B
Baur, Hans, geb. am 19.06.1897 in Ampfing, gest. am 17.02.1993 in Neuwiddersberg, Hitlers Pilot, bis 01.05.1945 im Bunker, bis 1955 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft
Bormann, Martin, geb. am 17.06.1902 in Halbertstadt, gest. vermutlich am 02.05.1945 in Berlin, Landwirt, ab 1933 "Reichsleiter" der NSDAP, ab 1944 Reichsminister ohne Geschäftsbereich ("Parteiminister"), bis 01.05.1945 im Bunker, vermutlich Selbstmord auf der Flucht zur Vermeidung sowjetischer Kriegsgefangenschaft, galt zunächst als vermisst
Braun, Eva, siehe Biographie
Burgdorf, Wilhelm, geb. am 14.02.1895 in Fürstenwalde, gest. am 02.05.1945 in Berlin, ab 1944 Chef des Heerespersonalamtes und Chefadjutant der Wehrmacht, blieb im Bunker zurück und erschoss sich dort (nach anderen Quellen: vermisst)
C
Christian, Gerda, geb. Daranowski, geb. am 13.12.1913 in Berlin, ab 1937 Sekretärin Hitlers, bis 01.05.1945 im Bunker, erfolgreiche Flucht nach Westdeutschland
D
E
F
Fegelein, Hermann, geb. am 30.10.1906 in Ansbach, gest. am 29.04.1945 in Berlin (hingerichtet), erfolgreicher Tunrierreiter, Obersturmbannführer in der Waffen-SS, ab 1944 ständiger Vertreter des Reichsinnenminsters in der Reichskanzlei, Ehemann von Eva Brauns Schwester
G
Goebbels, Dr. Joseph, geb. am 29.10.1897 in Rheydt, gest. am 01.05.1945 in Berlin (Selbstmord), 1921 Promotion in Germanistik an der Universität Bonn, ab 1928 Mitglied des Reichstags, 1931 heirat mit Magda Quandt, ab 1933 Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, gemäß Hitlers politischen Testaments ab 30.04.1945 Reichskanzler, erschießt am Abend des 01.05.1945 zunächst seine Frau, dann sich selbst, im Garten der Reichskanzlei
Goebbels, Magda, geborene Behrendt, geschiedene Quandt, geb. am 01.11.1901 in Berlin, gest. am 01.05.1945 in Berlin (Tötung auf Verlangen), wächst nach der Wiederheirat der Mutter unter dem Namen Friedländer in Belgien auf, 1921 Hochzeit mit dem Unternehmer Günther Quandt, 1929 Scheidung, ein Kind aus dieser Ehe (Harald), 1931 Hochzeit mit Joseph Goebbels, 6 Kinder mit diesem (Helga, Hilde, Helmut, Holde, Hedda, Heide), zieht am 22.04.1945 mit ihren Kindern in den Bunker ein, nachdem Hitler seinen Selbstmord angekündigt hatte, ermordet am 01.05.1945 ihre Kinder im Bunker, sodann auf eigenen Wunsch von ihrem Mann erschossen
Greim, Ritter von, Robert, geb. am 22.06.1892 in Bayreuth, gest. am 24.05.1945 in Salzburg (Selbstmord), Jurist, ab 1943 Oberbefehlshaber der 6. Luftflotte (Raum München), landet mit Hanna Reitsch am 26.04.1945 vor dem Brandenburger Tor, wird am gleichen Tag zum Oberbefehlshaber der Luftwaffe ernannt, startet mit Reitsch wieder am 29.04.1945, Selbstmord in amerikanischer Kriegsgefangenschaft
Günsche, Otto, geb. am 24.09.1917 in Jena, ab 1944 Hitlers persönlicher Adutant, bis 01. Mai 1945 im Bunker, ab 02. Mai 1945 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft, bis 1956 in DDR-Haft. Stand Posten vor der Tür zu Hitlers Privaträumen, als sich dieser erschoss.
H
Haase, Werner, geb. am 02.08.1900 in Köthen, gest. vermutlich 1945 in Moskau, ab 1935 Begleitarzt im Stab des Reichskanzlers, 1945 Leiter der Krankenstation im Bunker, verblieb im Bunker und wurde dort von der Roten Armee verhaftet, wurde zu Verhören nach Moskau gebracht.
Hentschel, Johannes, Cheftechniker im Bunker, verantworlich für die Belüftung, Strom usw., blieb im Bunker bis zum Eintreffen der Roten Armee
Hewel, Walther, geb. am 02.01.1904 in Köln, gest. am 02.05.1945 in Berlin, Fahnenträger beim Hitlerputsch 1923 in München, ab 1940 ständiger Beauftragter des Reichsaußenministers beim Reichskanzler, bis 01.05.1945 im Bunker, vermutlich Selbstmord auf der Flucht zur Vermeidung sowjetischer Kriegsgefangenschaft
Hitler, Adolf, siehe Biographie
Högl, Peter, geb. am 19.08.1897 in Dingolfing, gest. am 02.05.1945 in Berlin, 1944 Kriminaldirektor beim "Reichssicherheitsdienst", bis 01.05.1945 im Bunker, Selbstmord auf der Flucht zur Vermeidung sowjetischer Kriegsgefangenschaft
I
J
K
Kempka, Erich, geb. am 16.09.1910 in Oberhausen, gest. am 24.01.1975 in Freiburg, ab 1936 ständiger Fahrer Hitlers, bis 01.05.1945 in Bunker, nach zunächst geglückter Flucht ab 20.06.1945 bis 1947 in amerikanischer Haft. Zeuge der Verbrennung der Leichen der Eheleute Hitler
Krebs, Heinz, geb. am 04.03.1898 in Helmstedt, gest. am 02.05.1945 in Berlin (Selbstmord), ab April 1945 Chef des Generalstabes des Heeres beim Reichskanzler; nahm im Auftrag Goebbels am 01.05.1945 "Friedensverhandlungen" mit der UdSSR auf, blieb im Bunker und erschoss sich im Konferenzraum
L
Linge, Heinz, geb. am 23.03.1913 in Bremen, gest. 1980 in Bremen, Maurer, ab 1935 Diener Hitlers, bis 01.05.1945 im Bunker, bis 1955 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Stand Posten vor der Tür zu Hitlers Privaträumen, als sich dieser erschoss
Lorenz, Heinz, geb. am 07.08.1913 in Schwerin, ab 1936 Hauptschriftführer beim Deutschen Nachrichtenbüro, bis 29.04.1945 im Bunker dann mit Kurierauftrag nach München, brachte eine Abschrift von Hitlers Testament aus dem Bunker, bis 1947 in Kriegsgefangenschaft
M
Manziarly, Constanze, geb. am 14.04.1920 in Innsbruck, gest. am 02.05.1945 in Berlin (vermutlich Selbstmord), Hitlers (Diät-)Köchin, bis 01.05.1945 im Bunker, vermutlich Selbstmord auf der Flucht zur Vermeidung sowjetischer Kriegsgefangenschaft
Misch, Rochus, Telefonist im Bunker, bis 01.05.1945 im Bunker
Mohnke, Wilhelm, geb. am 15.03.1911 in Lübeck, gest. am 06.08.2001 in Hamburg, Lagerist, ab 1931 div. mil. Ränge und Auszeichnungen in der SS, am 23.05.1945 zum Kampfkommandanten der Truppen des Regierungsviertels ernannt, leitet am 01.05.1945 die Flucht der Bunkerbewohner, gerät am 02.05.1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft, 1955 entlassen
Morell, Dr. Theodor, geb. am 22.06.1886 in Münzenberg, gest. 26.05.1948 in Tegernsee, ab 1936 Leibarzt Hitlers, vom Hitler am 23.04.1945 aus dem Bunker gewiesen, wg. der Befürchtung, er könne ihn betäuben um ihn aus Berlin zu schaffen.
Müller, Heinrich, geb. am 28.04.1900 in München, vermisst, ab 1939 Chef der Gestapo, zuletzt am 29.04.1945 in Bunker gesehen, dann verschollen
N
Naumann, Dr. Werner, geb. am 16.06.1909 in Guhrau, gest. am 25.10.1982, Staatssekretär im Propaganda-Ministerium, noch am 29.04.1945 im Bunker gesehen, erfolgreiche Flucht nach Westdeutschland, 1953 für vier Monate in Haft
O
P
R
Rattenhuber, Johann, geb. am 30.04.1897 in München, gest. am 30.06.1957 in München, Leiter des "Reichssicherheitsdienstes" (RSD), einer Einheit zum pers. Schutz Hitlers, bis 01.05.1945 im Bunker, bis 1951 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft
Reitsch, Hanna, geb. am 29.03.1912 in Hirschberg, gest. am 28.08.1979 in Frankfurt am Main, Testpilotin, zahlreiche Flugrekorde, am 26.04.1945 mit von Greim vor dem Brandenburger Tor gelandet, am 29.04.1945 wieder gestartet, kurz in US-Haft
S
Schaub, Julius Gregor, geb. am 20.08.1898 in München, gest. 27.12.1967 in München, Gründungsmitglied der SS, pers. Adjutant Hitlers, bis 22.04.1945 im Bunker, dann mit Kurierauftrag nach Berchtesgaden, bis 1949 in Kriegsgefangenschaft
Schroeder, Christa, geb. am 19.03.1908 in Hannoversch Münden, gest. am 28.06.1984 in München, ab 1933 Hitlers Sekretärin, bis 22.04.1945 im Bunker
Schwägermann, Günther, geb. am 24.07.1915 in Uelzen, ab ca. 1940 persönlicher Adjutant Goebbels, bis 01.05.1945 im Bunker, erfolgreiche Flucht nach Westdeutschland, dann bis 1947 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft
Speer, Albert, geb. am 19.03.1905 in Mannheim, gest. am 01.09.1981 in London, Architekt, ab 1937 "Beauftragter für Bauen im Stab des Führers", ab 1942 Reichsminister für Bewaffnung und Munition; behauptete er habe geplant Hitler durch Einleitung von Giftgas in den Bunker im April 1945 töten zu wollen (Aussage von Bunkertechniker Johannes Hentschel teilweise bestätigt, dennoch zweifelhaft), am 23.04.1945 zuletzt im Bunker, 1946 zu 20 Jahren Haft verurteilt
Stumpfegger, Dr. Ludwig, geb. am 11.07.1910 in München, gest. am 02.05.1945 in Berlin (Selbstmord), ab 1944 Begleitarzt im Stab des Reichskanzlers, bis 01.05.1945 im Bunker, Selbstmord auf der Flucht
T
U
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Wolf, Johanna, geb. 01.06.1900 in München, gest. 05.06.1985 in München, ab 1933 Hitlers Sekretärin, bis 22.04.1945 im Bunker
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Z
Zander, Wilhelm, bis 29.04.1945 im Bunker, brachte eine Abschrift von Hitlers Testament aus Berlin
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