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Info & Pläne:Der "Führerbunker" |
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Eingang im Garten der Neuen Reichskanzlei

Hitlers Wohn- und Arbeitszimmer

US-Soldat in Eva Brauns Schlafzimmer, 6. Juli 1945

Winston Churchill vor dem Gartenausgang, 14. Juli 1945
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Lage des Bunkers im heutigen Berlin an der Gertrud-Kolmar-Straße Höhe der Einmündung der Straße "In den Ministergärten", etwa auf der Rückseite des Hauses Wilhelmstraße 92
Bild: DPA
Das Zentrum des Regierungsviertels Hitlers lag an der Wilhelmstraße Ecke Voßstraße, einige hundert Meter südlich des Brandenburger Tores. Hier standen das Außenministerium, die alte Reichskanzlei und - unter der Hausnummer Voßstraße 1 bis 19 - die von Albert Speer erbaute Neue Reichskanzlei.
Bereits 1933 hatte Hitler damit begonnen, im Regierungsviertel Luftschutzräume anlegen zu lassen. Der erste Teilabschnitt seiner späteren Bunkeranlage wurde 1935 im Keller des neu errichteten großen Festsaales hinter der Reichskanzlei fertiggestellt. Die Dicke der Decke betrug zunächst 160cm. Sie wurde später um einen Meter verstärkt.
Dem als "Vorbunker" bezeichneten Komplex folgte 1943 der so genannte "Hauptbunker". Anfang 1945 war der deutlich tiefer gelegte Bau bezugsfertig. Die Außenmauern waren etwa vier Meter dick, die Zwischenwände 50 Zentimeter, die Deckenstärke lag bei ebenfalls rund vier Metern. Die Nutzfläche von etwa 250 Quadratmetern verteilte sich auf ca. 20 Räume. Es herrschte drangvolle Enge.
Der Hauptbunker war mit dem Vorbunker über eine Luftschleuse und Treppe verbunden. Im Hauptbunker bewohnten Adolf Hitler und Eva Braun mehrere Zimmer. Auch Goebbels hatte hier ein Arbeits- und ein Schlafzimmer. Die übrigen Räume waren dem Wachpersonal und dem Leibarzt zugewiesen. Außerdem befanden sich ein kleines und eine großes Konferenzzimmer, ein Wasch-, ein Maschinen- und ein Telefon- und Funkraum in dem Komplex.
Den Vorbunker bewohnte während der letzten Kriegswochen neben anderen Personen die Goebbels-Familie. Die Bedingungen in dem unterirdischen Gemäuer verschlechterten sich zusehens. Zu dem nervenzermürbenden Geräusch der ununterbrochen laufenden Belüftungs-Ventilatoren kamen eine kühle Raumfeuchte, denn der Grundwasserspiegel liegt in Berlin sehr hoch.
Der "Führerbunker" war nur eine von etwa 20 Luftschutzeinrichtungen der Reichsregierung in der näheren Umgebung. Zudem wurden viele Kellerräume der umliegenden Gebäude als Behefelfsunterstände genutzt.
1947 unternahm die Rote Armee einen ersten Versuch der Sprengung. Dabei wurden die Zwischenwände des Hauptbunkers eingerissen, der Rest verblieb unbeschädigt, lief aber voll Grundwasser.
1959 nahm die DDR-Regierung einen weiteren Versuch zur Sprengung, der gänzlich erfolglos war. Über dem Bunker wurde dann ein Sandhaufen aufgeschüttet.
Ab 1973 wurde der Komplex detailiert von der Staatssicherheit der DDR untersucht. Das Interesse galt allerdings nicht der historischen Forschung, vielmehr sollten Gerüchte untersucht werden, die besagten, man könne über unterirdische Verbindungsgänge von und nach West-Berlin gelangen. Gefunden wurden solche Gänge aber nicht.
Ab 1988 wurden auf dem Areal Plattenbauten errichtet. Dabei wurde nun auch die Decke des Bunkers und die Zwischenwände des Vorbunkers Stück für Stück gesprengt. Im Boden verblieben ist nur die mit Abraum verfüllte Wanne aus Seitenwänden und Bodenplatte. Überirdisch ist von der Anlage absoult nichts mehr zu sehen. Neben einer Kinderschaukel und einem Sandkasten befinden sich dort Parkplätze.
 Skizze auf dem Buch "Der Untergang", welches die Vorlage für den gleichnamigen Film bildete. Nach neuerer Forschung war der als "Beobachtungsturm" beschriftete Rundbau oben links tatsächlich der (begehbare) Haupt-Lüftungsschaft.
Bild: Joachim Fest / Rowohlt
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